CSD Braunschweig 2026: Einfach nur Mensch. Einfach nur da.

🚂 Mein Weg zum CSD Braunschweig:
Ein Tag voller Begegnungen, Musik und Herz 🏳️‍🌈✨

Transport ModusEmpathic Mobil

Transport Modus Empathic Mobil

Gegen 02:30 Uhr stand ich am gestrigen Samstag auf –
diesmal ganz ohne Frühstück, nur mit einem heißen Kaffee und direkt ab in die Badewanne. 🛁
Gleich danach folgte ein Anruf von Stefan, der mich bereits beim CSD in Berlin und Hamburg begleitet hatte.
Er erzählte mir, dass er heute ebenfalls nach Braunschweig kommen wolle.
Es ist einfach ein verdammt gutes Gefühl, zu wissen, dass man zu den CSDs nicht mehr alleine reisen muss! 🤝💙

Nach unserem Gespräch legte sich Stefan noch einmal kurz hin,
da er erst um 07:00 Uhr losfahren musste, um pünktlich um 10:00 Uhr in Braunschweig zu sein.
Für mich ging es hingegen schon um punktuell 04:30 Uhr los.
So hatte ich genug Zeit, mein Equipment in aller Ruhe auf die Sackkarre zu laden
und ganz entspannt mit der S-Bahn zum Berliner Hauptbahnhof zu fahren. 🎒🚆

Leider hat sich die neue Sackkarre als ziemlicher Fehlkauf herausgestellt:
Für den Transport mit dem ganzen schweren Equipment war sie viel zu instabil und unhandlich.
Für die Zukunft werde ich definitiv wieder zu meinem bewährten Transportwagen zurückkehren – aus Fehlern lernt man eben! 🛒😅


Die Anreise und erste emotionale Hürden 🧊💭

Leon im ICE

Leon im ICE

Der ICE nach Zürich fuhr pünktlich um 06:30 Uhr ein und meine Reise begann.
Diesmal gab es wieder kein Frühstück, dafür versuchte ich, ein wenig zu entspannen.
Doch die leichten Magenbeschwerden, die mich bei solchen Alleinreisen oft begleiten, traten wieder auf.
Gerade nach den Transportproblemen am Berliner Hauptbahnhof breitete sich eine starke Unsicherheit in mir aus. 😣💨

Um 08:00 Uhr kam ich schließlich am Bahnhof in Braunschweig an.
Einer vom Awareness-Team des CSD-Vereins in Braunschweig holte mich direkt am Gleis ab –
wir hatten zuvor bereits in der Signal-Gruppe des Vereins geschrieben.
Wie schön und herzlich dieser Empfang war! 🫂

Mario der Liebe Ordner vom CSD Braunschweig

Mario der Liebe Ordner vom CSD Braunschweig

Im Bahnhof holten wir uns gemeinsam einen Kaffee und etwas zu frühstücken,
bevor wir uns ganz gemütlich zum Bahnhofsvorplatz begaben, um mein Empathic Mobil aufzubauen.
Mario, der ähnlich wie ich eine große Begeisterung für Technik teilt und viele kreative Ideen hatte, erwies sich als absolute Bereicherung beim Aufbau.
Gemeinsam machten wir alles für die Demonstration bereit. 🛠️🎶

Dabei entstanden viele offene und ehrliche Gespräche.
Mario erzählte mir, dass er Latex mag und im Alltag alltagstaugliche Latexkleidung trägt.
Seine Frau trägt so etwas zwar selbst nicht, liebt es aber an ihm –
es ist wunderschön zu sehen, wie vielfältig Menschen sind!

Das erinnerte mich auch an meinen eigenen Wunsch nach einer Partnerin, die mich genauso liebt, wie ich bin:
Auch wenn ich nicht dem toxisch-maskulinen Bild entspreche, sondern weich, sensibel und manchmal etwas feminin bin –
all das sagt schließlich nichts darüber aus, worauf ich stehe. 💖✨


Begegnungen mit Haltung und Respekt 🤝🌍

Leon & MarioWarten auf weitere CSD Teilnehmende

Leon & Mario Warten auf weitere CSD Teilnehmende

Mit der Zeit kamen um 10:00 Uhr noch zwei weitere Anreisende hinzu
und ich bekam von Stefan  die Nachricht er habe verschlafen und schaffe es nun doch nicht.
Es entwickelten sich zwischen den CSD Teilnehmenden die sich inzwischen verammelten an meinem Wagen,
viele Gespräche, bei denen wir durchaus unterschiedliche Meinungen vertraten.
Doch der Umgang miteinander blieb stets respektvoll.
Man muss schließlich nicht in allem übereinstimmen, aber man kann akzeptieren, dass andere eine andere Sichtweise haben.
Nach einem kurzen, ehrlichen Austausch gaben wir uns symbolisch die Hand –
als Zeichen dafür, dass wir die Meinung des anderen respektieren, das Thema abhaken,
über andere Dinge reden und uns gemeinsam für eine vielfältige Gesellschaft einsetzen, in der jeder akzeptiert wird, wie er ist! 🏳️‍🌈🤝

Leon und Weiterer CSD Teilnehmender

Leon und Weiterer CSD Teilnehmender

Kurz vor 11:00 Uhr machte Mario sich mit der Bahn auf den Weg zum Demo-Gelände,
um dort seine Position als Ordner einzunehmen, und erklärte uns noch den Weg.
Kurz nach unserem Aufbruch trafen wir auf andere CSD-Teilnehmende, die eigentlich die Bahn nehmen wollten.
Sie liefen nun gemeinsam mit uns und etwas Musik zum Stadtfest und zum Aufstellungsort.
Kurz vor dem Fest trennten sich unsere Wege kurz, da sie noch zur Bank mussten.
Wir hatten uns bis dahin schon so viel über Musik, Botschaften und das Leben erzählt, dass die Zeit wie im Flug vergangen war.
Später trafen wir Mario auf dem Stadtfest wieder und kamen erneut ins Gespräch. 🏙️💬

Mario erzählte mir stolz, dass er sich im CSD-Verein dafür eingesetzt hat, eine Handyladestation einzurichten.
Eine fantastische Idee!
Schließlich braucht man das Smartphone heute ständig zum Bezahlen, für Fahrkarten oder um den Kontakt zu Freunden und Bekannten zu halten,
damit sich niemand Sorgen machen muss –
besonders, wenn man bei einer Demo stundenlang unterwegs ist und filmt.
Als IT-Systemelektroniker bin ich mit meinem Equipment zwar akkutecnisch gut versorgt,
aber für die Allgemeinheit ist das ein riesiger Gewinn! 📱⚡


Mitten im Herzen der Demo 🪧🎶

Empathic MobilAuf der Straße in Braunschweig

Empathic Mobil Auf der Straße in Braunschweig

Nun ging ich auf die Straße und reihte mich direkt hinter dem SPD-Truck ein.
Nach einem kurzen Soundcheck mit ein bis zwei Songs wartete ich ruhig und geduldig auf den Start.
Inzwischen füllte sich die Menge um mich herum enorm.
Zuerst stand ich noch recht alleine hinter dem Truck der Jusos,
doch plötzlich hatten sich so viele Menschen mit Bannern um mich versammelt.

Ich spielte einige CSD-bezogene Songs zum Warmwerden, ohne selbst zu performen.
Da sah mich eine junge Dame aus der Fußgruppe neben mir und sorgte sofort dafür,
dass die Leute mit dem Banner etwas Platz machten, damit ich für meiner späteren Performance nach vorne rücken konnte.
Vielen herzlichen Dank für dieses solidarische Zeichen! 🥹❤️
Schließlich ist auf der Straße genug Platz für alle da.

Weiterer Bollerwagen mit Musik Anlage Von Die Partei

Weiterer Bollerwagen mit Musik Anlage Von Die Partei

Dann setzte sich der Zug in Bewegung. Ich performte meine Songs Regenbogen Herz und Kein Name nötig,
um auf das Denken in Schubladen und Stigmatisierungen aufmerksam zu machen.
Es geht darum, jeden Menschen als Mensch zu akzeptieren –
ganz egal, wie er sich kleidet oder welche Klischees man ihm überstülpen will. 🚫📦

Das Schöne am CSD in Braunschweig: Er führt direkt mitten durch die Stadt!
Der Kopfsteinpflasterboden ist zwar für das Ziehen meines Empathic Mobil eine kleine Kraftprobe –
die wie eine super Trizeps-Übung fürs Fitnessstudio wirkt 😀 –,
aber die Akustik zwischen den historischen Gebäuden in den engen Straßen ist einfach wunderschön.
Sie trägt meine Botschaft perfekt nach außen. 🏛️🎵

Anfangs lief ich noch auf freier Strecke,
doch bald befand ich mich mitten im dichten Strom der Menschen und Fußgruppen.
Das ist genau mein Ding!
Ich möchte nicht isoliert auf einer Bühne stehen, sondern mitten unter den Menschen einer bunten, vielfältigen Gesellschaft sein.
Ich bin schließlich nur ein Mensch von vielen.
Ich nutze die Musik als Ventil, aber mein Platz ist direkt bei den Menschen. 🫂✨

Ein wunderschöner Moment passierte an einem Straßenpoller, als ich mit meinem Wagen nicht sofort weiterkam.
Eine andere Teilnehmerin blieb stehen, schaute nach und bot sofort ihre Hilfe an.
Obwohl ich es am Ende alleine schaffte, war ich unglaublich dankbar dafür, dass sie ein Auge darauf hatte, dass ich den Anschluss nicht verliere.
Genau für so eine Gesellschaft kämpfe ich:
in der wir aufeinander aufpassen, auch wenn wir uns nicht kennen. Empathisch, solidarisch, menschlich. 🥺❤️


Leben und leben lassen: Der CSD als Kraftquelle 🌟

Die Demo-Route durch die Stadt ging viel zu schnell vorbei, war aber absolut fantastisch organisiert.
Wir zogen an Straßencafés vorbei, und viele Menschen am Rand lächelten uns zu und zeigten Offenheit – getreu dem Motto:
Leben und leben lassen.
CSDs muss man nicht hassen; wir kämpfen für Vielfalt,
und ganz nebenbei kurbeln sie auch noch die Wirtschaft an
(durch DB-Tickets, Restaurantbesuche und Steuereinnahmen).
Und wenn das alles nicht reicht:
Ein CSD ist einfach eine wunderbare Ablenkung aus dem tristen Alltag, bringt bunte Stimmung auf die Straßen und feiert das Leben! 🎉☕

Besonders berührend war ein Moment am Ende der Demo, als ich meinen Song Laut und Lebendig aus meinem CSD-Album 2025 Kein Label Nur Echt performte. Die passenden Zeilen dazu:

„Der CSD ist vorbei, doch mein Herz schlägt laut, der Glitzer ist verblasst, doch ich glaub an die Crowd…“ 🎶✨


Tiefe Gespräche und Begegnungen, die bleiben 💭🫂

Michaelas Tochterund Empathic Leon

Michaelas Tochter und Empathic Leon

Nach der offiziellen Demo stellte ich mich neben das Stadtfest,um mein frei Singen zu starten –
meine ganz persönliche Afterhour, in der ich Emotionen durch Musik herauslasse.
Ich spielte nun nicht mehr meine CSD Songs wie bei der Demo sondern meine Songs über Emotionale Themen wie:
Ist allein sein denn so schlimm und Wer bin ich, wer will ich sein.

Dabei traf ich auf Michaela und ihre Tochter.
Michaela erzählte mir, dass sie ebenfalls eine psychische Vorbelastung hat.
Sie fühlte sich von meinen Songs sofort angesprochen und bewunderte meinen Mut, mich leicht bekleidet, verletzlich und mit ehrlichen Texten zu zeigen –
mehr gesprochen als gesungen, getragen von sanfter Musik.
Ich erzählte ihr von meiner Musiktherapie in der Reha und wie ich das als Skill gegen Selbstschädigung nutze.
Genau diese tiefen Gespräche berühren mich jedes Mal aufs Neue. 🥹💙

Leon mit Norman & seine GruppeAn der Trinkwasserquelle am Dom

Leon mit Norman & seine Gruppe An der Trinkwasserquelle am Dom

Kurz darauf kam ein älterer Mann auf uns zu, den der Song „Ist allein sein denn so schlimm“ tief im Herzen getroffen hatte.
Er erzählte, dass er seine Familie und viele Menschen in seinem Umfeld verloren hat –
der Song sprach ihm aus der Seele. Michaela erzählte ihm von ihrem Psychologen, und er notierte sich die Adresse sofort auf meiner Visitenkarte.
Zum Abschied umarmten wir uns –
Menschen, die sich vor wenigen Minuten noch nicht kannten und durch ein langes, intensives Gespräch sofort eine tiefe Verbindung spürten.
Das ist die größte Stärke unserer Empathischen Community! 🫂✨

Später traf ich auf Norman und seine Gruppe, die mich von Facebook kannten
und meine Musik bei der Demo gehört hatten.
Wir liefen gemeinsam zum Trinkwasserbrunnen am Dom, unterhielten uns und machten tolle Fotos. 📸
Echt schön Menschen die man übers Internet kennen gelernt hat nun einmal Live in echt im Privaten Gesprächen näher kennen zu lernen
und bin auch echt schon gespannt Sie in Bremen wieder zu treffen.


Der Ausklang des Abends 🌙🚆

Gespräch mit einem weiteren CSD Teilnehmer

Gespräch mit einem weiteren CSD Teilnehmer

Als wir uns verabschiedten zog ich erneut mein Empathic Mobil zum Stadtfest um noch einpaar Musik Videos dort zu drehen,
Es entstanden wieder viele wunderschöne Gespräche auch eine Junge Dame setzte sich auf den Boden um meiner Musik zulauschen und fand es schade das ich da alleine stehe.
Ich erlärte Ihr das es ein Moment für mich ich in dem ich mich frei Singe und es richtig schön fand das Sie sich kurz dazu setzteund meinen ehrlichen Texten und Botschaften lauschte,
später kamen Ihr Mann und Ihr Sohn noch dazu und gaben mir echt Positives Feedback für meinen Mut und und dem was ich mit mein Texten und Botschaften mache, Dankeschön das bedeutet mir sehr viel und ist mehr wert als jeder Klick auf Videos im Internet, Echte Resonanz, Echtes Feedback, Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern, ein zustimmendes Nicken, bedeutet einfach viel mehr als ein Daumen Hoch oder ein Herz bei Tiktok, Youtube,Instagram oder Facebook daher Lieber auf der Strasse zwischen den Leuten.

Leon beim Stadtfest lauschtden Vorträgen auf der Bühne

Leon beim Stadtfest lauscht den Vorträgen auf der Bühne

Als ich kurz nach 18:00 Uhr auf dem Stadtfest mehrere Polizeiautos, Rettungswagen und Einsatzkräfte mit Maschinengewehren sah,
wurde ich kurz an meine Erlebnisse in Berlin getriggert und verspürte Angst. 😰
Doch da ich ohnehin fast fertig war, spielte ich noch ein paar letzte Songs für meine Videos
und baute mein Empathic Mobil an einer Bank mitten auf dem Stadtfest für den Heimweg um.
Dabei traf ich noch eine CSD-Teilnehmerin wieder, die 2025 am Ende der Demo mit mir gelaufen war –
wie wunderschön, denselben Menschen nach einem Jahr wiederzutreffen! 🥰

Gegen 19:00 Uhr machte ich mich auf den Weg zum Braunschweiger Hauptbahnhof.
Unterwegs traf ich auf Janice, die ebenfalls beim CSD war.
Als sie sah, wie ich mein schweres Equipment zog, bot sie mir spontan ihre Hilfe an!
Wir unterhielten uns fantastisch, und die Sackkarre zu zweit zu ziehen, halbierte die Last spürbar.
Vielen Dank dafür, liebe Janice! 🙏💙

Ein kleiner Wermutstropfen: Unter der Last wurde das kleine Stützrad der neuen Sackkarre so heiß,
dass sich das Gummi auflöste. Aber egal –
ein klassischer Fehlkauf, und ab jetzt geht es wieder zurück zum bewährten Modell! 🛒😂

Leon bei Bugerking

Leon bei Bugerking

Am Bahnhof verabschiedeten wir uns herzlich, und ich stärkte mich bei Burger King mit einem kleinen Abendessen und diesem leckeren Mango-Shake den ich zum ersten mal Probierte und das nur, weil MC Donalds keinen Barrierefreien Zugang dort hatte. 🥤

Leon und sein Mango Shake

Leon und sein Mango Shake

Kurzer Snack im Board Bistro

Kurzer Snack im Board Bistro

Danach ging es mit dem ICE zurück nach Berlin.
Im Bord-Bistro trank ich noch zwei Kaffee, aß ein Stück Zitronenkuchen von meinem gesammelten Bonus Punkten
und hatte ein sehr nettes Gespräch mit einem DB-Mitarbeiter. 🍰☕

Gegen Mitternacht –
nach fast 22 Stunden auf den Beinen –
schleppte ich alles glücklich und k.o. in meine Wohnung zurück.

Jetzt bin ich voller Vorschau und riesiger Vorfreude auf kommenden Samstag in Neustrelitz!
Dort werde ich Peter aus Waren an der Müritz (mit dem ich auch in Berlin lief)
und Hannes vom Verein Queer am See wiedersehen.

Ich freue mich jetzt schon auf all die tollen Menschen dort! 🌟🚂💨

Empathische Grüße

Euer Empathic Leon

#EinfachNurMensch #EinfachNurDa #EmpathicLeon #CSDBraunschwceig #Vielfalt #Solidarität

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