Ich bin kein Etikett: Über Mode, Sensibilität und die ewige Frage nach dem „Warum“
Ich bin kein Etikett: Über Mode, Sensibilität und die ewige Frage nach dem „Warum“
Von [Dein Name]
Das Gefühl, in einer Schublade festzustecken
Kennt ihr das? Man lernt jemanden kennen und die erste Frage ist oft: „Was machst du?“ oder „Wer bist du?“.
Wir Menschen lieben Etiketten. Wir brauchen Schubladen, um die Welt zu sortieren.
Aber was passiert, wenn man in eine Schublade gesteckt wird, die sich anfühlt wie ein Gefängnis?
In meinem neuen Song „Kein Name nötig“ verarbeite ich genau diesen Kampf.
Mein ganzes Leben lang habe ich Etiketten bekommen.
In der Schule, in der Familie und später auch im klinischen Kontext. „Borderline“, „schwierig“, „einsam“, „instabil“.
„Bist du schwul? Bist du bi?“ – Warum müsst ihr mich einsortieren?
Es vergeht kaum ein Tag, an dem mir diese Fragen nicht gestellt werden.
Nur weil ich mich vielleicht femininer kleide, weil ich einen anderen Stil habe
oder weil ich sensibler bin als der „Standard-Mann“, glauben die Leute, sie hätten ein Recht auf eine Antwort.
Aber wisst ihr, was das eigentlich ist? Es ist wieder nur eine Schublade.
Für viele ist es unvorstellbar, dass jemand einfach er selbst ist, ohne dass dahinter direkt eine sexuelle Orientierung als „Erklärung“ stehen muss.
Warum ist Sensibilität automatisch ein Label?
Warum ist mein Aussehen eine Einladung für eure Kategorien? In meinem Song heißt es dazu:
„Man fragt zuerst nach dem Etikett, bevor man fragt, wie es dir wirklich geht.“
Ich habe keine Lust mehr, mich zu rechtfertigen. Ob ich jemanden liebe, wie ich mich kleide oder wie tief ich fühle –
das sind keine Fakten für eure Statistik. Das ist mein Leben. Ich will nicht „passen“, ich will verstanden werden.
Und echtes Verständnis braucht keine sexuelle Einordnung, sondern Empathie.
Die Suche nach echter Verbindung
In meinen Texten erzähle ich oft davon, dass ich der einsame Junge von der Straße bin.
Viele fragen mich: „Warum suchst du die Einsamkeit, wenn doch Menschen um dich herum sind?“
Die Wahrheit ist: Man kann in einem Raum voller Menschen sein und sich trotzdem einsam fühlen, wenn die Verbindung nicht echt ist.
Wenn sich Nähe „erzwungen“ anfühlt oder wenn Menschen versuchen, einen zu „erklären“, ohne wirklich zuzuhören, dann ziehe ich mich zurück.
Ich zeige die kalte Schulter und renne weg – nicht, weil ich niemanden in meinem Leben will, sondern weil ich eine Verbindung suche, die tiefer geht.
Eine Verbindung, die ohne Schablonen und ohne Erklärungsnot auskommt. Ich will nicht irgendwo „hineinpassen“, ich will einfach nur sein dürfen.
Vom Reden ins Handeln kommen
Ich habe lange Zeit in der Klinik und in Therapien verbracht. Ich habe gelernt, mich selbst zu reflektieren und meine Borderline-Thematik zu verstehen.
Aber ich habe auch gemerkt: Reden allein verändert nichts, wenn man nicht ins Handeln kommt. Ich will nicht „austherapiert“ in der Ecke sitzen, sondern mein eigenes Ding machen.
Mit meinem Projekt, dem Empathic Mobil, will ich einen Ort schaffen, an dem Begegnung auf Augenhöhe möglich ist.
Ich will, dass Menschen zu mir kommen, weil sie sich von der Musik, den Texten und dem Vibe angezogen fühlen –
nicht, weil sie Mitleid haben oder mich in die nächste Schublade stecken wollen.
Was ich euch mitgeben will
Wir sind alle mehr als unsere Diagnosen, unsere Vergangenheit oder die Erwartungen unserer Mitmenschen.
-
Du bist nicht dein Etikett.
-
Du bist nicht deine psychische Erkrankung.
-
Du bist einfach ein Mensch, der fühlen kann.
Ich lade euch ein, die Schablonen mal beiseite zu legen. Schaut euch die Menschen an, ohne sie sofort einordnen zu wollen.
Vielleicht entdecken wir dann, dass wir uns viel ähnlicher sind, als wir dachten.
Hört euch den Song hier an:
Wie geht es euch mit Erwartungen von außen?
Werdet ihr auch oft in Schubladen gesteckt?
Schreibt es mir in die Kommentare!

Empathic Activist.
Ich schreibe Bücher aus dem Herzen und singe meine eigenen Texte – nicht perfekt, sondern ehrlich.
Musik & Worte sind mein Weg, Empathie in die Welt zu bringen.
